Tipps gegen das Grübeln.

Aktualisiert: 25. Feb 2019



Ich bin gesegnet mit einem gutem Schlaf. In der Regel lege mich ins Bett, schlafe innerhalb weniger Minuten ein und wache am nächsten Morgen wieder auf. Für mich ist das ganz normal, für meine Mutti aber zum Beispiel was total Besonderes und sie ist ein bisschen neidisch.


Dann gibt es manchmal Nächte in denen ich doch mal aufwache, dann schlafwandel ich zum Kühlschrank oder lege mir eine Drei-???-Kassette ein und schlummer gemütlich weiter.

Über das Wiederkäuen der Kühe

Und dann gibt es auch immer mal wieder Phasen, da liege ich in der Nacht längere Zeit wach und die Gedanken fangen an zu kreisen. Es ist ja auch völlig normal sich Gedanken zu machen und bestimmte Themen im Kopf durch zu gehen, aber besonders in der Nacht macht es überhaupt keinen Sinn. Wahrscheinlich denkst Du Dir jetzt „Ja, iss klar, aaaber….“. Tatsächlich ist es quasi unmöglich diese Gedanken zu unterdrücken und wir fangen immer und immer wieder von vorne an, kreisen förmlich um das Thema herum. Forscher verwenden dafür den Begriff Rumination, ist englisch und bezeichnet zum einen das Nachsinnen, aber auch das Wiederkäuen der Kühe.

Entgegen einem lösungsorientierten Denken, wobei wir an die Zukunft denken und uns fragen „Wie?“ beziehen sich grüblerische Gedanken auf Vergangenes, haben meist einen konkreten Ursprung, vielleicht ein bestimmtes Ereignis, die Gedanken sind aber meist abstrakt. Beim Grübeln sind wir sehr selbstkritisch oder gar abwertend uns selbst gegenüber und wir fragen uns „Warum?“. Beim Grübeln wird das gleiche Hormon ausgeschüttet wie in Stresssituationen, Grübeln bedeutet also Stress für unseren Körper.


Warum grübeln wir dann überhaupt?

Wir erhoffen uns natürlich besondere Erkenntnisse oder Einsichten oder lediglich eine Erleichterung, wenn wir Dinge nur mal intensiv genug durchdenken. Alles schön und gut, das Denken an sich ist ja auch noch nichts Schlimmes, das Denkmuster ist entscheidend. Problematisch wird es nämlich wenn wir den gleichen Gedanken immer und immer wieder haben, ihn also wie Kühe wiederkäuen. „Warum mag mich denn keiner?“. Nachdem Dir dieser Gedanke ein paar Minuten im Kopf herumgegeistert ist, frag Dich mal:

- Verstehe ich jetzt irgendetwas besser als vorher?

- Komme ich einer Lösung näher?

- Fühle ich mich wenigstens besser?


„Ich habe viel Schreckliches erlebt, aber zum Glück ist das meiste davon nie eingetroffen.“ (Mark Twain).

Wir geraten vor allem ins Grübeln wenn wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind. Mit Hilfe der Achtsamkeit üben wir unter anderen unsere Aufmerksamkeit nach Außen zu lenken. Gedanken sind Gedanken und haben nichts mit der Realität zu tun. Unsere Gedanken kommen, wir nehmen sie wahr und wir lassen sie ganz gemütlich wieder ziehen, wie eine Wolke oder ein Luftballon. Und wenn ein Kollege das nächste Mal in der Kantine an uns vorbei schlurft ohne zu grüßen, hat das nichts mit uns zu tun, sondern er hat vielleicht gerade viel Arbeit aufm Tisch und mich gar nicht bemerkt.

Meine Tipps gegen das Grübeln:
  • Denke öfter mal an eine lustige Situation, eine Szene aus einem Film oder an einen Witz und lache. Lachen ist die beste Medizin, auch gegen das stressige Grübeln.

  • Wenn Du Dich unangemessen behandelt fühlst, raus mit der Sprache und nicht im Nachhinein ewig darüber grübeln was Du hättest sagen sollen.

  • Schreibe ein Dankbarkeits-Journal und schreibe jeden Tag drei Dinge auf für die Du dankbar bist, das können ganz alltägliche Kleinigkeiten sein wie die Tasse Kaffee am Morgen, das nette Gespräch im Treppenhaus oder der süße Hund aufm Weg ins Büro.

  • In Situationen wie: Da sind Klümpchen im Kartoffelbrei und Du erklärst das ganze Essen als ungenießbar und Du kannst sowieso überhaupt gar nicht kochen, stelle Dir selbst die Fragen: Ist das wirklich wahr? Und wie wirst Du in einem Jahr darüber denken?

  • Wenn Du in der Nacht wach liegst und grübelst, schreib Deine Gedanken auf einen Zettel und lege ihn beiseite bis zum nächsten Morgen.

  • Wenn Du viel grübelst, stelle Dir einmal vor wie Du an einem kleinen Bach sitzt und jeden Deiner Gedanken in ein kleines Segelboot setzt und davon ziehen lässt.

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Herzlichst, Deine Martina

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 2018 © Martina Fellinger 

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