Jobsuche auf sinnvolle Art!

Aktualisiert: Sept 22


Photo by Diana Parkhouse on Unsplash

Mein Jahr des Umbruchs

2016 hab ich mich beruflich neuorientiert. Viel ist passiert seitdem und es hört nicht auf, es ist ein langer, aufregender Prozess. Und es ist nicht immer leicht, aber davon lass ich mich nicht abschrecken, im Gegenteil, es spornt mich an, Tag für Tag und ich wachse mit meinen Herausforderung, ebenso Tag für Tag.

Aber zurück zum Anfang... bevor ich meinen eigenen, ganz individuellen Weg fand und darauf losmarschierte, bin ich die Suche nach einem neuen Job erstmal ganz „klassisch“ angegangen, wie man das halt so macht: Lebenslauf auf den neuesten Stand bringen, ein Muster-Anschreiben aufsetzen und dann ging's los mit der Jobsuche und ich scrollte mich jeden Abend emsig durch die Stellenanzeigen hoch und runter und jagte mal hier mal da eine Online-Bewerbung raus, meist recht leidenschaftslos und vorallem frei nach dem Motto viel bringt viel.

Mit dieser Art von Jobsuche war ich längere Zeit beschäftigt und es gab mir das Gefühl es anzupacken, aktiv zu sein und etwas zu tun für meine berufliche Zukunft. Ich war fleissig bei der Sache und all das gab mir zunächst einmal ein gutes Gefühl. Mit der Zeit aber und dem ausbleibenden Erfolg, kam dann zunehmend Frust bei mir auf. Also bemühte ich mich noch intensiver, strampelte mich ab und nahm auch meine Bewerbungsunterlagen in Augenschein… vielleicht liegts ja an der ein oder anderen Formulierung im Anschreiben, oder den Personalern missfallen meine Qualifikationen, die Berufserfahrung oder die ein oder andere Lücke im Lebenslauf? Also hatte ich auch daran nochmal gefeilt und rannte außer dem auch noch zum Fotografen, um ein neues Bewerbungsfoto zu schießen.

So, jetzt aber!

Doch wieder durch die Bank nur Absagen - wenn ich überhaupt eine Rückmeldung bekam. Der Frust stieg aufs nächste Level und ich begann zunehmend an meiner Person und an meinen Fähigkeiten zu zweifeln und ich grübelte, ob es vielleicht an meinem Alter lag, oder denen meine Nase nicht gefällt? Keine gute Ausgangslage für einen Bewerbungsprozess! Ich steckte den Kopf in den Sand, war bereit mich meinem Schicksal zu fügen und begann, mir meinen aktuellen Job wieder schön zu reden. „Soo schlimm ist es ja gar nich.“ oder „Jammern auf hohem Niveau.“ und „Schließlich krieg ich gutes Schmerzensgeld.“

Der Frust war aber nich weg - wie auch - ich verdrängte oder betäubte ihn und stellte die Jobsuche schließlich komplett ein. Die Verdrängungstaktik ging aber auf lange Sicht nicht auf und ausgelöst durch einen zusätzlichen Impuls von Außen, traf ich 2016 dann endgültig die Entscheidung, dass ich bis zur Rente so nicht weitermachen wollte - Basta! - und ich mich beruflich neu orientieren wollte - Bingo! 

Durch die bisher auf voller Linie erfolglose Jobsuche hatte ich bereits gelernt, dass es auf diese Art und Weise nicht funktionierte und ich so niemals an mein Ziel kommen würde, also wollte ich es diesmal sinn-voll angehen.

Feierabend!

Ich beendete meine Laufbahn als Sales Manager in der Sportrechtevermarktung und machte nach knapp 15 Jahren, 6 Fussball-Turnieren und jahrelanger Lustlosigkeit, Unzufriedenheit, Antriebslosigkeit, Interesselosigkeit, Misserfolgen und Frust endgültig Schluss und begann zunächst einmal mich intensiv mit mir selbst zu befassen.


Ich stellte mir folgende Fragen:

Aus welchem Grund suche ich überhaupt nach einer neuen Aufgabe?  Warum will ich weg von dem wo ich aktuell bin oder von dem was ich tue? 

Und dann vorallem diese Fragen:

Was ist mein Ziel?  Wie stelle ich mir meine berufliche Zukunft vor?


Niemand anderes als ich selbst, kann herausfinden und entscheiden, was der richtige Job für mich ist. Was für eine Tätigkeit mir einen Sinn gibt. Das war es jedenfalls, genau das war mich wichtig, ich wollte zukünftig meine kostbare Lebenszeit, meine Energie, meine Leidenschaft, meine Talente und Fähigkeiten einsetzen für eine Tätigkeit, die mir einen einen Sinn gibt.

Puh! Keine leichte Aufgabe herauszufinden, was das für eine Tätigkeit ist!? Hin und her und Himbeer überlegt und nachgedacht, gegrübelt und gebrütet, aber ich kam wieder auf keinen grünen Zweig... Es war mir aber soo sehr wichtig, also hab ich mir Unterstützung an die Seite geholt, mein Coach sitzt auf Mallorca und wir trafen uns fortan einmal die Woche via Videokonferenz und für einen Workshop flog ich ein Wochenende nach Palma. Ah, jetzt, ja! Jetzt war ich effektiv und strukturiert bei der Sache und darüberhinaus hat es auch viel Freude gemacht, an meiner Zukunft zu arbeiten. Okay, gerade am Anfang waren die Fragen recht unbequem - aber ich lernte mich selbst das erste Mal richtig kennen, meine Werte, meine Bedürfnisse, meine Talente und Fähigkeiten, sowie meine Wünsche, Träume und Ziele und ich entwickelte einen Plan, wie ich diese befriedigen, einsetzen und erreichen würde.

So geht sinnvolle Jobsuche!

Du willst Deinen Traumjob finden oder ihn Dir selbst kreieren und Dir ein erfolgreiches Berufsleben gestalten das hundertprozentig zu Dir passt? Alles ist möglich. Ich hab das geschafft, also schaffst Du das auch.

It's up to you!


Herzliche Grüße,

Deine Martina



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 2018 © Martina Fellinger 

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