Lebensbegleitendes Lernen.

Aktualisiert: 15. Nov 2019



Dass ich das, was jetzt kommt, einmal von mir geben würde, hätte ich vor einigen Jahren nicht im entferntesten für möglich gehalten. Lernen bedeutete für mich lange Zeit Anstrengung, Langeweile und Frust. Tja, was soll ich sagen... mittlerweile macht mir Lernen doch tatsächlich total viel Spaß!


Und so werde ich mich morgen wieder mal in aller Herrgottsfrühe auf den Weg machen nach Berlin, um mich dort vier Tage lang fortzubilden. Ich freue mich derbe auf das Wiedersehen mit den lieben Kollegen und bin vor allem gespannt wie ein Flitzebogen, was ich wieder alles Tolles lernen darf!


Die Tage werden sicher wieder recht anstrengend werden, aber auch mega wertvoll.


Kinder tun sich leichter mit dem tagtäglichen Lernen und bewerkstelligen dies auch mit einer höheren Geschwindigkeit. Aber es ich mitnichten so, dass Erwachsene sich kein neues Wissen mehr aneignen können.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ 

Diesen Spruch sollten wir zügig und ein für allemal aus unserem Gedächtnis streichen. Nicht nur weil Lernen grundsätzlich gut für uns ist und uns sogar glücklich macht, sondern auch weil es uns fit macht für die Zukunft. 

Lebenslanges Lernen ist zur Zeit in aller Munde. Die Auswirkungen der Globalisierung und Digitalisierung sind in vielen Bereichen spürbar. Vor allem im Zusammenhang mit Arbeit höre ich im Austausch mit anderen Menschen immer wieder von Zweifeln und Ängsten, ob man in seinem jetzigen Job in ein paar Jahren wohl noch bestehen könne? Die Frage sollte aber nicht sein, ob ich die Veränderungen unserer Zeit bewältigen kann, sondern wie gut bin ich dafür gerüstet? Die Augen davor zu verschliessen und zu hoffen es würde schon irgendwie gutgehen, kann nicht funktionieren. Der technische Fortschritt kann das Wissen von heute in kürzester Zeit unbrauchbar machen.

Also kein Ausruhen mehr auf den Lorbeeren unserer Erfahrung und unserem bisherigen Wissens, sondern switchen auf permanente Entwicklung und besagtes lebenslanges oder auch lebensbegleitendes Lernen.


Die Transformation der Arbeitswelt, neue Technologien, veränderte Lebensgewohnheiten und steigende Lebenserwartung machen es notwendig und gleichzeitig möglich, dass wir kontinuierlich dazulernen, für den Job genauso wie im Privaten. Dafür braucht es aber vor allem von uns den Willen und die Bereitschaft.

Beleben wir also wieder unsere kindliche Neugierde, unser Interesse an Neuem, unseren Pioniergeist und werden aktiv. Die Möglichkeiten der Fortbildung haben sich ebenso weiterentwickelt, neben klassischen "offline" VHS-Kursen und Abendschule, stehen uns "online" Lernplattformen, Webinare, Apps, Podcasts, Videos u.v.m. zur Verfügung. Dank moderner Technologien ist das Lernen heute unabhängig von Ort und Zeit, sowie persönlich und individuell. Auch Unternehmen nehmen sich ihrer Verantwortung in diesem Bereich an, verbessern sich und integrieren Lernen in die Arbeit.

Man lernt nie aus.

Wir sind gut beraten, uns eine neue Lernkultur zu entwickeln. Es ist allem voran erst einmal überhaupt nicht schlimm Fehler zu machen (ein abendfüllendes Thema für sich!), ganz im Gegenteil. Und Lernen ist nicht mehr begrenzt auf Schule, Studium oder Ausbildung.


Außerdem Lernen wir ja nicht nur indem wir uns großartiges Wissen irgendwie in unser Hirn rein drücken. Wir lernen auch, indem wir uns Etwas bei anderen abschauen, oder indem wir einfach mal nur aufmerksam zuhören. Wir lernen indem wir Dinge ausprobieren, selber machen! Wir lernen wenn wir einen Fehler machen (Aha!) oder bei etwas Scheitern. Wir lernen beim überwinden von schwierigen Situationen und Krisen.


Von der Theorie zur Praxis: Was interessiert Dich?? Nimm an Kursen und Fortbildungen teil, lese viel, lerne von Kollegen und Freunden und traue Dich so viel wie möglich auszuprobieren.

It’s up to you!

Herzlichst, Martina


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 2018 © Martina Fellinger 

It's up to you!

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