Loslassen - ein Prozess für den es Mut braucht!

Aktualisiert: Aug 1



Es iss wie es iss!

Loslassen JETZT! Das ist bei der Progressiven Muskelentspannung das Signal, die vorher bewusst angespannte Muskelpartie loszulassen und dann nachzuspüren was in der Muskelpartie geschieht… ohne zu bewerten!

Loslassen – gar nicht so einfach. Weder in der Progressiven Muskelentspannung, noch sonst im Leben. „Du musst loslassen“, das ist wie so Vieles, leichter gesagt als getan.

Was bedeutet Loslassen und wie mach ich das, etwas loslassen?

Ich möchte mich der Sache zunächst einmal von der anderen Seite widmen: Nicht loszulassen bedeutet sich in etwas festzubeißen, in einer Situation zu verharren, mit der Folge, dass dies meiner körperlichen und psychischen Gesundheit schaden kann und/oder mich daran hindert, meine Fähigkeiten auszuschöpfen und mein Potential zu entfalten.

Ich verharre zum Beispiel in Gewohnheiten, aber auch in Trennungsschmerz, in Schuldgefühlen, in Verletztsein, in Etwas-Versäumthaben, in Erwartung und und und. Die Liste ist unendlich lang zu führen.

Symptome des Nicht-Loslassens sind unter anderem Schlafstörungen, Grübeln, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörung, Ängste, Panikattacken, Wut, Suchtverhalten, Depression und Selbstablehnung.

Es iss wie es iss!

Indem ich Loslasse akzeptiere ich ein bestimmtes Ereignis und passe mich der Situation an. Ich verabschiede oder befreie mich von was auch immer und mache mich bereit für eine Veränderung.

Loslassen passiert im Kopf. Ich entscheide mich loszulassen und richte meinen Blick weg von der belastenden Situation hin in Richtung Zukunft und Perspektive.

Das Ereignis, die Situation, meine Gedanken, meine Gefühle - es gefällt mir nicht, aber es iss wie es iss. Ich erkenne, was mir schadet. Ich vertraue darauf, dass es eine Lösung gibt und dass ich es schaffen werde und ich suche nach einer Lösung.

Veränderung braucht das Loslassen.

Wenn ich nicht Loslasse, sondern mich weiterhin verbeisse, werden ich diesen Kampf verlieren.

Loslassen braucht meine Akzeptanz. Es iss wie es iss.

Der Prozess des Loslassens beginnt in meinem Kopf: Loslassen JETZT! Wie in der progressiven Muskelentspannung auch. Ich bin bereit loszulassen.


Indem ich anders denke, fühle ich anders.

Meine Gefühle entstehen durch meine Gedanken; ich kann meine Gefühle beeinflussen.


Das geht allerdings nicht von jetzt auf gleich.


Zunächst signalisieren mir meine Gefühle noch etwas anderes, das irritiert, beunruhigt und lässt mich zweifeln.


Ich muss am Ball bleiben, mir immer wieder sagen: Ich bin bereit loszulassen und meine Gefühle werden meinen Gedanken folgen.

Ich überlege mir was ich gewinne, wenn ich loslasse und was ich verliere, wenn ich loslasse?

Oder anders herum: Was verliere ich, wenn ich nicht loslasse und was gewinne ich, wenn ich loslasse?

Der Prozess des Loslassens und Neuausrichtens macht Angst. Ich verdränge diese Angst nicht, nehme sie wahr, schau sie mir genau an und überprüfe sie auf Realität und Größe!

Ich lass mich inspirieren!

Ich bin nicht allein, es gibt Menschen denen es ganz genauso geht wie mir. Aber die können mir in dieser Situation nicht weiterhelfen. Aber es gibt auch Menschen die sind schon einen Schritt weiter. Ich suche mir ganz gezielt solche Menschen und lass mich von ihnen inspirieren.

Zwischen den Punkten des Loslassens und der Lösung gibt es eine Lücke die sich nicht unbedingt gut anfühlt. Ich lass etwas los wovon ich lange Zeit glaubte, es müsste so sein oder es unbedingt zu brauchen, und ich habe das Neue, die Perspektive, die Lösung noch nicht klar vor Augen.


Ich lass mich davon aber nicht entmutigen, ich bleibe dran und ich werde eines Tages sagen: „Hätte ich doch mal früher… aber jetzt iss es gut so wie es iss.“


Herzliche Grüße, Martina


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 2018 © Martina Fellinger 

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